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Fotos aus dem Leben der Malerin Gisela Al Amily

Die Künstlerin Gisela Al Amily hatte ein sehr bewegtes und vielfältiges Leben. Sie erfuhr die Schrecken des Krieges und Entbehrungen in der Nachkriegszeit. Sie lebte in Frankreich, England, im Irak und Saudi-Arabien. Und erst durch eine erstaunliche glückliche Wendung des Schicksals infolge einer lebensbedrohlichen Erkrankung wurde sie mit 46 Jahren zur ambitionierten Malerin.

Auf dieser Seite finden Sie eine Reihe von Fotos und einige andere Abbildungen aus verschiedenen Lebensabschnitten der Malerin zusammen mit einigen Erläuterungen und Links zu weiteren Materialien und Informationen. Von Ausnahmen abgesehen sind alle Gesichter, außer dem der Künstlerin, vorerst unterschiedlich stark verwischt dargestellt. Die chronologische Reihenfolge der Fotos ist spaltenweise von oben nach unten.


Eine Zeichnung Gisela Al Amilys (geb. Meyer) als sie in der 5. Klasse war.

In diesem Haus in der Horst-Wessel-Straße 8 (heute, wie vor der NS-Zeit, Friedrich-Ebert-Straße) in Uelzen, Niedersachsen, wurde die Künstlerin am 25.03.1936 geboren. Sie lebte dort bis zu ihrem 21. Lebensjahr in einer 4-Zimmer-Wohnung im ersten Stock. Im Erdgeschoss wohnte die Familie Meine, die dort auch einen Kaufmannsladen betrieb.

Gezeichnet ca. 1947

Gisela Al Amily in ihrem ersten Lebensjahr.

12 / 1936

Gisela Al Amily mit ihrer 'ersten Liebe': Dieter, vermutlich in Uelzen. [T]

1941

Hierzu schrieb die Künstlerin auf einen Zettel:

"Diesen Brustbeutel hatte ich als Kind immer bei Fliegeralarm um den Hals hängen." [T]

Benutzt ca. 1941-45

Blick vom damaligen Wohnhaus der Künstlerin auf den rund 500 m entfernten alten Kirchturm der Uelzener St. Marien-Kirche durch Nachbarhäuser der Albertstraße hindurch.

Dies war in etwa der Blick, als die Malerin am 16. April 1945 den ca. 42 m hohen Helm des Turms wie eine Fackel brennen und - "in drei Teilen", wie sie meist sagte - zu Boden stürzen sah. [T] [↗]

April 1931

Text und Zeichnung in einem Schulheft Gisela Al Amilys. Der Kirchturm erzählt die Geschichte seiner Zerstörung während des entscheidenden Kampfes um Uelzen im April 1945. Die Malerin war Augenzeugin.

Erstellt ca. 1947

Gisela Al Amily (unten re.) auf einem Zeltlager des Wandervogels Uelzen, bei dem sie jahrelang aktiv war. Ihre Kameraden nannten sie "Klucki".

Sie blieb dem Wandervogel, bis zum Schluss locker verbunden.

1948

Gisela Al Amily (re.) mit ca. 13 Jahren zusammen mit ihrer Schwester (li.) und Freundinnen.

1949

Gisela Al Amily (Pfeil) nimmt als jüngste Akteurin zusammen mit ihrer Schwester (li.) und ihrem Bruder (re.) an (mind.) einer Aufführung der komödiantischen Uelzener Laienschauspielgruppe "Uhlenköp" teil und spielt dabei einen Landstreicher.

In einem Zeitungsartikel wird sie nach einer Aufführung zusammen mit drei weiteren Akteurinnen und Akteuren genannt, die besonders gefielen.

1949

Die Künstlerin (re.) zusammen mit ihrer Schwester und ihrem Hund Bobby beim Schminken für eine Faschingsveranstaltung in Uelzen.

Eine Variante des Fotos erscheint in einer Uelzener Tageszeitung.

1952

Gisela Al Amily mit 16 Jahren

5 / 1952

Bei einem Amateur-Kabarett während eines Camping-Urlaubs in Grömitz trägt die Künstlerin ein Gedicht mit dem Titel "Seelenwanderung" vor, dessen Inhalt nicht bekannt ist.

25.07.1952

Gisela Al Amily (Mitte) in Ahlten, zwischen dem Arzt, für den sie von Oktober 1957 bis März 1960 als Sprechstundenhilfe arbeitet, und seiner Frau.

1958

Das Château de Villegly [↗] - das Schloss, in dem Gisela Al Amily eine Zeitlang lebte, als sie 1960-61 Au-pair-Mädchen bei einer adligen Familie in Frankreich war. [Y]

Das, von ganz links aus gesehen, dritte Fenster in der zweiten Etage, mit Blick auf den damals verwilderten Schlosspark, gehörte zu ihrem Zimmer.

Das Leben im Schloss war für die Künstlerin eine aufregende, prägende Zeit, die sie später zu mehreren Bildern inspirierte.

37 Jahre nach ihrem Fortgang kehrte sie nach Villegly zurück und unternahm später noch weitere Reisen dorthin.

1960

Gisela Al Amily (4. v. l.) in Versailles, in fröhlicher Runde mit jungen Leuten aus Frankreich, Italien, Spanien, Deutschland und der Schweiz, vermutlich Studienfreunde von der Alliance Française [W], die die Künstlerin in Paris besuchte.

1960

Gisela Al Amily mit ihren Au-pair-Kindern in der Gegend um Grenoble, auf einer Reise zusammen mit ihrer Gastfamilie.

9 / 1960

Gisela Al Amily (links) in Paris vor dem "Café de L'Étoile" an der 11 Avenue de Wagram / Ecke Rue Troyon, ca. 200 m vom Triumphbogen [↗] entfernt.

In den Räumlichkeiten des Cafés befindet sich heute ein "McDonalds".

29.01.1961

Die Künstlerin bei einem Empfang zum persischen Neujahrsfest Nowruz [W] in der iranischen Botschaft in Paris.

Der Mann an ihrer Seite war ihr Freund. Sie bezeichnete ihn als "Le petit Schah" ("Der kleine Schah").

21.03.1961

Der damalige iranische Freund der Künstlerin in Paris, den sie "Le petit Schah" nannte, beim Handschlag mit dem - echten - Schah von Persien, Mohammad Reza Pahlavi [W]. Unter das Bild schrieb die Malerin auf Französisch: "Der große Schah beglückwünscht den kleinen Schah zu dem großen Preis."

Wo sich diese Szene abspielte, ob die Künstlerin dabei anwesend war und worum es sich bei dem "großen Preis" handelte, ist nicht bekannt.

Ca. 1961

Das Norwood Technical College [↗] an der 13 Chapel Road, Norwood in London [GM], wo Gisela Al Amily während ihrer Au-pair-Zeit 1961-62 in England an Englischkursen teilnahm.

Das College existiert nicht mehr und das Gebäude wurde abgerissen.

Ca. 1962

Gisela Al Amily ist von Februar 1965 bis Januar 1966 als Englischkurs-Leiterin bei der Volkshochschule in Viernheim tätig. Hier sieht man sie (stehend) mit ihren Schülern.

1965 oder 1966

Gisela Al Amily (links) mit ihrem Sohn und einer Freundin vor dem Taq-e Kisra [W], der Palastruine von Ktesiphon [W], bei Mahuza im Irak, ca. 30 km südöstlich von Bagdad.

24.02.1967

Gisela Al Amily in arabischer Verhüllung während ihres einzigen Besuchs bei ihren Schwiegereltern in der kleinen Stadt Qalat Salih [GM] im Südirak.

Sie schrieb darüber: "Qalat Salih - zum ersten Mal musste ich mich in meine schwarze Abaya, aus schwerem Atlas, hüllen, ein Geschenk meiner Verwandten. Für mich Verkleidung und Spaß .... Mein Mann ermahnte mich zu Ernsthaftigkeit ...." [T]

1967

Die Hauptstraße von Qalat Salih, der Geburtsstadt des Mannes der Künstlerin und Wohnort ihrer Schwiegereltern, aufgenommen von ihr bei ihrem einzigen Besuch dort.

1967

Der Schwiegervater Gisela Al Amilys: Scheich Mohammed Hussain Al Amily.

Als geistliches Oberhaupt der Stadt Qalat Salih war er hoch geachtet. Seine Vorfahren stammten aus dem Süden des Libanons, der Region Dschabal Amil [W], daher der Name Al Amily.

Die Malerin machte dieses Foto während ihres einzigen Besuchs in Qalat Salih. Danach sah sie ihre Schwiegereltern nie wieder.

1967

Gisela Al Amily als "Fernsehstar" im irakischen Fernsehen. In einem Werbespot für ein Schuhgeschäft in Bagdad, das von einem Freund ihres Mannes geleitet wird, sind sie und ihr Sohn die Hauptakteure.

Der Spot läuft noch Monate, nachdem die Künstlerin (1969) bereits nach Deutschland zurückgekehrt ist.

1968

Die Malerin arbeitete in Bagdad als Kindergärtnerin ("Tante Gisela") im Kindergarten der Deutschen Schule. Hier sieht man sie in Verkleidung am Rosenmontag 1969 zusammen mit einigen Kindern. Der Junge mit dem Hut neben ihr ist ihr Sohn.

17.02.1969

Abschied für immer von Bagdad. Gisela Al Amily macht ein letztes Foto der armenischen Nachbarsfamilie, zu der sie, ihr Mann (re.) und ihr Sohn (unten li.) eine innige Freundschaft pflegten.

1977 wird es ein Wiedersehen geben - in Kanada.

06.07.1969

Gisela Al Amily (7. Frau von links) mit ihrer Klasse beim Abschlussfoto der Umschulung zur Fremdsprachenkorrespondentin bei der Inlingua [W] in Hamburg. Diese Ausbildung durchlief die Malerin von September 1975 bis August 1976.

8 / 1976

Gisela Al Amily auf einer Feier in einer Im- und Exportfirma in Hamburg, wo sie von November 1976 bis Dezember 1978 als Phono- und Stenotypistin in den Sprachen Deutsch, Englisch und Französisch arbeitete.

1976

Die elektrische Schreibmaschine, mit der die Malerin ihre Texte und förmlichen Briefe schrieb, eine 10 kg schwere Olympia Report de Luxe.

Durch ihre Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin beherrschte die Künstlerin neben Stenographie auch das Maschineschreiben.

Einen Computer, ein Tablet oder ein Smartphone besaß sie nie. "Ich bin ein Dinosaurier.", sagte sie manchmal scherzhaft.

Angeschafft vermutlich ca. 1977

Gisela Al Amily (re.) beim Anfertigen einer Keramikfigur, im Atelier ihrer Schwester, die Keramikkünstlerin war, in Mol, Belgien.

Ostern 1980

Das Haus im Olaya-Viertel in Riad, Saudi-Arabien, in dem Gisela Al Amily von 1982 bis 1985 mit ihrem Mann, jüngeren Sohn und Kater "Mucki" lebte.

Unter das Foto schrieb die Künstlerin auf Arabisch "beit al amily" ("Haus Al Amily").

1982

Gisela Al Amily wässert relativ kurz nach der Ankunft in Riad den noch kargen Garten auf der Rückseite des komfortablen Hauses, das die Firma ihres Mannes angemietet hat. Ein angenehmes Leben scheint zu beginnen.

Doch bald darauf kündigt sich eine der härtesten Prüfungen ihres Lebens an: Durch unerträgliche Schmerzen in der Gegend der rechten Niere macht sich ein großer bösartiger Nierentumor bemerkbar.

Aber das Schicksal entschädigt sie reichlich für die Schmerzen, die Angst und den Verlust ihrer rechten Niere, denn als eine Folge dieser Tortur wird sie zur Malerin.

Februar / März 1982

Die Malerin bei einer ihrer ersten Ausstellungen, einer Gemeinschafts-Ausstellung der International Arts and Crafts Society in Riad, Saudi-Arabien.

Zu ihrem Erstaunen wurden ihre Miniaturen mit typischen Szenen des arabischen Lebens begeistert aufgenommen, was sie beflügelte und anspornte.

1984

Der geliebte Kater Mucki, hier in einem Mineralwasser-Karton in Riad, Saudi-Arabien, hatte ein schönes Leben als Freigänger mit einem behaglichen Zuhause.

Am 17. Dezember 1988 ertrank er in einem Swimmingpool in der Nachbarschaft in Hamburg-Poppenbüttel [GM], zusammen mit einer anderen Katze. Danach hatte die Malerin kein anderes Tier mehr.

1982

Gisela Al Amily lässt die Muskeln spielen - bei einem Ausflug zum Al Qarah Berg [GM] bei Hofuf, Saudi-Arabien, der für seine beeindruckenden Felsformationen, Höhlensysteme und Schluchten bekannt ist. [W]

1983

Einer der Verkäufer im Silber-Souk in Riad, Saudi-Arabien, bei denen Gisela Al Amily mehrfach antiken arabischen Silberschmuck kaufte, den sie sammelte.

Ca. 1983

Eine Seite aus einem Foto-Ordner der Künstlerin: schaurige Artikel über in Saudi-Arabien durchgeführte drakonische Strafen. Bis auf den rechts oben sind alle Artikel aus der "Arab News [W]", einer auch heute noch in Saudi-Arabien erscheinenden Tageszeitung.

Artikel aus ca. 1982-83

Justizpalast, Safat Turm-Uhr [W] und der damals berüchtigte "Sahat al Adl" (Platz der Justiz), auf dem immer wieder öffentliche Enthauptungen [W] mit dem Schwert stattfanden, weshalb der Platz auch "Chop Square" ("Hack Platz") genannt wurde.

Mindestens einmal sah die Malerin beim Überqueren des Platzes einen auffälligen großen Fleck und las am nächsten Tag in der Zeitung, dass eine Hinrichtung stattgefunden hatte.

Ca. 1983

Die Malerin bei einem ihrer vielen Streifzüge durch die Souks in Riad, allein oder mit Freundinnen. Sie interessierte sich vor allem für antiken Beduinenschmuck aus Silber, alte Kannen und Töpfe sowie alte Teppiche. Die interessanten menschlichen Begegnungen und das Feilschen mit den Händlern auf Arabisch bereiteten ihr große Freude.

Bei einem Souk-Besuch mit ihrem Mann bemerkte dieser einmal: "Du bist ja hier bekannt wie ein bunter Hund!" [A]

1983

Gisela Al Amily beim Malen ihrer damals kleinen Bilder in ihrem Haus in Riad, Saudi-Arabien.

Die Einrichtung wurde, abgesehen von den dekorativen Elementen, komplett von der Firma Philips gestellt, für die ihr Mann arbeitete.

1983

Die Künstlerin (2. v. l.) und ihr Mann (3. v. l.) bei einem Weihnachtsessen in einem Camp der Firma ihres Mannes in Riad.

12 / 1983

Gisela Al Amily bei einer Ausstellung in einem US-amerikanischen Camp in Riad, Saudi-Arabien, vor einigen ihrer Werke (Die beiden links gehören nicht dazu.). Die Formate sind schon deutlich größer als ganz zu Anfang ihrer Laufbahn.

1985

Gisela Al Amily stellt 1987 Bilder mit arabischen Themen, ihre Beduinenschmuck-Sammlung sowie weitere Gegenstände bei der Gemeinschaftsausstellung "Arabische Nächte" im Frauenmuseum in Bonn [W] aus. Hier sieht man die Künstlerin (li.) bei der Eröffnungsansprache der Gründerin und Leiterin des Museums, Marianne Pitzen [W] (2. v. re).

07.08.1987

Ein Teil der Beduinenschmuck-Sammlung der Künstlerin bei der Ausstellung "Arabische Nächte" im Frauenmuseum in Bonn.

07.08.1987

Gisela Al Amily (li.) beim Aufstieg zum Agadir Id Aïssa [W] bei Amtoudi [GM], auf einer Rundreise durch Marokko zusammen mit ihrem Mann.

5 / 1988

Gisela Al Amily (3. v. l.) bei der Vernissage ihrer Einzelausstellung "Menschen - Erinnerungen, Begegnungen" in der Galerie 65 in Hamburg-Wellingsbüttel, innerhalb der Räumlichkeiten des Juweliergeschäfts Willer.

02.03.1989

Die Malerin in einem Markt in Buchara mit einer gerade erstandenen Tjubetejka auf dem Kopf.

Das Foto entstand auf einer Gruppen-Rundreise durch die UDSSR, mit den Stationen: Leningrad (heute Sankt Petersburg), Taschkent, Urgantsch, Chiwa, Buchara, Samarkand, Duschanbe und Moskau.

10 / 1989

Gisela Al Amily (in rot) spricht am 2. Weihnachtstag 1989, kurz nach der Grenzöffnung Richtung Osten, in Wismar [GM] mit Einwohnern.

Als sie am Morgen im Radio von der Grenzöffnung hört, machen sie, ihr Mann und ihr jüngerer Sohn sich spontan mit dem Auto von Hamburg auf nach Wismar.

Es wird eine hochemotionale Fahrt. Jubelnde Menschen umsäumen die Straßen und begrüßen die Westbürger. Die Malerin ist voller Freude und tief bewegt. [T]

26.12.1989

Fotos von einem der "Souks", die die Künstlerin einige Male in ihrem Haus in Hamburg-Poppenbüttel veranstaltete und zu denen sie Freundinnen und Bekannte einlud. Ein Riesenspaß für die Teilnehmerinnen, die die im ganzen Haus verteilten, liebevoll arrangierten Stücke günstig erstehen konnten.

20.11.1993

Gisela Al Amily (2. v. l) bei der Eröffnung der Doppel-Ausstellung zum Thema "Künstler gegen Gewalt, Ausländerfeindlichkeit und Rassismus" im Schamuhn Museum (Kreativer Speicher) (jetzt Neues Schauspielhaus Uelzen [W]) in ihrer Heimatstadt Uelzen, bei der sie eine der beiden Ausstellenden ist. Der andere Künstler ist ihr in Uelzen lebender Neffe Christian Meyer (re.).

06.02.1994

Für den ehemaligen Stadtteilverein "Im Tarpenwinkel" in Hamburg-Langenhorn hält Gisela Al Amily einen Vortrag über ihr Leben im Irak und in Saudi-Arabien. Darüber hinaus stellt sie u. a. Beduinenschmuck, Kleidung, Kannen und einige ihrer Bilder aus.

29.11.1996

Gisela Al Amily in Krakau, Polen, auf den Spuren ihres Vaters, hier beim Gefängnis Montelupich [W].

Krakau (nicht in, aber in der Nähe Montelupichs) war eine der Stationen auf seinem Abtransport als sowjetischer Kriegsgefangener in die Ost-Ukraine, ca. 2000 Kilometer von seiner Heimatstadt Uelzen entfernt. 1946 kehrte er schwer gezeichnet heim.

Über seine Gefangenschaft legte die Malerin einen Ordner an.

23.09.2000

Dieses Foto erschien am 15. Februar 2002 groß im Hamburger Abendblatt [W] in einem Artikel über Seniorentagesstätten.

Die Bildunterschrift lautet: "Malkursus bei LAB in Fuhlsbüttel: Leiterin Gisela Al Amily (r.) bespricht ein Ölgemälde mit Teilnehmerin Liz Nietz." Im Artikel steht: "Die Malgruppe des LAB-Fuhlsbüttel zum Beispiel stellt im März eigene Werke in der dortigen Bücherhalle aus. 'Ich versuche, aus jedem das Beste herauszuholen. Alle sollen einen Fortschritt sehen', sagt Kursusleiterin Gisela Al Amily."

Das Originalfoto konnte 24 Jahre nach seiner Entstehung noch vom Fotografen Patrick Piel [↗] erworben werden.

01.02.2002

Die Malerin kommentiert ihre Werke während einer Einzelausstellung in den Räumlichkeiten und den Schaufenstern des ambulanten Pflegedienstes der Lebens Abend Bewegung (LAB) vom 20.02. bis 20.05.2002 in Hamburg-Poppenbüttel.

Ca. 20.02.2002

Gisela Al Amily (6. v. re.) zusammen mit den anderen Künstlerinnen bei der Vernissage der Gemeinschaftsausstellung "DDW-ART" im Rahmen der Verbrauchermesse Du und deine Welt [W] in Hamburg, vom 23.08. bis 01.09.2002. (Die Vernissage war in diesem Falle nicht wie üblich zu Beginn der Ausstellung.)

29.08.2002

Gisela Al Amily (re.) in ihrem Ausstellungsbereich zusammen mit einer Freundin während der Gemeinschaftsausstellung "DDW-ART" im Rahmen der Verbrauchermesse Du und deine Welt [W] in Hamburg 2002.

8 od. 9. / 2002

Gisela Al Amily am Tag der Vernissage der Gemeinschaftsausstellung "Kunstkreuz" 2007 vor einigen ihrer Werke.

21.06.2007

Die Künstlerin mit zwei befreundeten Besucherinnen bei der Vernissage der Gemeinschaftsausstellung "Kunstkreuz" mit dem Motto "Arm, aber sexy" in Berlin Friedrichshain-Kreuzberg, die vom 21. Juni bis 20. Juli stattfindet.

21.06.2007

Ein aufmerksames Publikum lauscht der Laudatio der Kunsthistorikerin Friederike Schmieder für Gisela Al Amily bei der Eröffnung der Einzelausstellung "Momente" im Kulturbund Treptow [↗], die vom 5. Februar bis zum 31. März 2009 dauerte.

Im Kulturbund Treptow besuchte die Künstlerin selbst sehr regelmäßig kulturelle Veranstaltungen.

05.02.2009

Die Künstlerin hält eine Ansprache bei der Eröffnung der Kunstmeile 2009 in Berlin-Baumschulenweg, bei der sie ihre Werke in der Berliner Volksbank [GM] ausstellt.

9 / 2009

Gisela Al Amily in ihrer Küche in ihrer ersten Wohnung in Berlin-Baumschulenweg

23.12.2011

Die PopArt-Galerie Berlin von Utz Benkel [↗] am Tag der Vernissage der Ausstellung Großstadtmenschen von Gisela Al Amily

27.01.2012

Gisela Al Amily hält eine Ansprache bei der Vernissage ihrer Ausstellung Großstadtmenschen in der PopArt-Galerie Berlin

27.01.2012

Gisela Al Amily bei der Vernissage ihrer Ausstellung Großstadtmenschen in der PopArt-Galerie Berlin. Links neben ihr ist ihre Schwester, die Keramik-Künstlerin war. Sie hatten ein sehr enges Verhältnis. Beide starben im gleichen Jahr.

27.01.2012

Aufnahme der Malerin für einen Bericht über die Kunstmeile in Berlin-Baumschulenweg. © Ralf Drescher [↗]

8 / 2012

Ein kleines Beispiel für ihre Kreativität, ihr Improvisationstalent, ihren Humor und ihre Fähigkeit, das Beste aus den gegebenen Umständen zu machen:
Ein aus der Wand ragendes Kabel mit Lüsterklemme in ihrem Bad störte sie. Mit wenigen Handgriffen wurde der Heiligenschein für einen (Schutz-)Engel daraus, eine Feder zum zweiten Flügel.

Angebracht vermutlich 12 / 2012

Gisela Al Amily bei der Vernissage der Kunstmeile in Berlin-Baumschulenweg, bei der sie im Kulturbund Treptow ausstellte. © Ursula Henning [↗]

31.08.2013

Ein Verantwortlicher hält eine Ansprache bei der Vernissage der Einzelausstellung Moderne Zeiten von Gisela Al Amily (hier stehend, re.) in der Stadtbücherei ihrer Heimatstadt Uelzen.

17.01.2015

Ein denkwürdiges Foto. Gisela Al Amily mit ihrem Werk "Der Turm" vor einem Fenster der Uelzener Stadtbücherei, durch das man den mächtigen Turm der St. Marienkirche sieht.

70 Jahre zuvor sah die Malerin den bei einem Luftangriff getroffenen ca. 42 Meter hohen Helm des Turmes brennend zu Boden stürzen.

17.01.2015

Gisela Al Amily bei einem Ausflug nach Kloster Lehnin [GM], den sie zusammen mit drei Freundinnen unternahm. Nach Aussage einer der Freundinnen kommt sie hier aus der Kirche und freut sich über die wärmende Frühjahrssonne.

Frühjahr 2015

Gisela Al Amily auf dem Türkischen Markt [↗] am Maybachufer in Berlin-Kreuzberg, zu dem sie ca. 10 Jahre lang jeden Freitag zusammen mit ihrem Mann ging, nachdem sie im Restaurant Il Casolare [↗] essen waren.

10.04.2015

Die Künstlerin bei ihren letztem Besuch im "Il Casolare", einem urigen italienischen Restaurant in Berlin Kreuzberg, in das sie ca. 10 Jahre lang jeden Freitag zusammen mit ihrem Mann ging.

In dem Glas befindet sich Wasser.

10.02.2017

Hinter dieser Tür im Ricam Hospiz in Berlin endet das Leben Gisela Al Amilys am 5. März 2017 um 23:05 Uhr.

Auf ein gelbes Stück Papier, das bei ihren Unterlagen lag, hatte sie geschrieben: "Im Sterbeprozess wünsche ich mir, dass meine Familienangehörigen bei mir sind u. meine Hände halten."

Dieser Wunsch erfüllte sich.

05.03.2017 - 23:53 Uhr