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Reise nach Südfrankreich - ein Gedicht der Malerin Gisela Al Amily

37 Jahre nachdem sie eine unvergessliche Zeit in dem kleinen südfranzösischen Ort Villegly verbracht hatte, wo sie im Château de Villegly, dem Schloss ihrer adligen Au-pair-Familie, gewohnt hatte, kehrte Gisela Al Amily, zusammen mit vier Freundinnen, zu einem wunderbaren Mal-Urlaub in die Gegend um Villegly zurück.
Dieses Gedicht ist eine Art heiterer Reisebericht. Es gibt insofern Rätsel auf, als es einerseits eindeutig in der Handschrift der Malerin vorliegt, inklusive Korrekturen, andererseits so geschrieben ist, als hätte es eine Mitreisende verfasst. Es ist daher nicht klar, inwieweit die Malerin wirklich Autorin dieses Gedichtes ist.


Reise nach Südfrankreich

Liebe Angelika,

wie gern' denkt man zurück im Leben
an Höhepunkte die's gegeben

Als Du zum Beispiel vor acht Jahren
mit mir per Zug nach Frankreich gefahren,

auch Helma, Doris und Gisela,
letztere unsere Reiseleiterin war.

Salsigne im Süden das war unser Ziel,
wo's Burgen, Berge und Wein gibt ganz viel.

Ein einsamer Schafhof war das Quartier,
im Saal mit 12 Betten, wie lustig war's hier.

Am Tage haben wir tüchtig gemalt,
auch in der Sonne uns geaalt

und immer vin und pain dabei,
so daß die Stimmung froh und frei.

Mal mit dem Mountainbike umher,
Du uns voran wie ein fliegender Speer.

Berg auf, bergab im Land der Katharer,
wir waren - Gott weiß es - ganz mutige Fahrer,

besuchten Villegly sogar mit dem Radel,
wo Gisèle einst gelebt bei Leuten von Adel.

Mit dem Auto der Wirtin nach Termes und Lagrasse,
quer durch die Corbièren, was hatten wir Spaß!

Auch Carcassone nicht zu vergessen,
wo wir am Marktplatz fein gesessen,

Rundgang durch die Cité gemacht,
gegessen, geschwatzt und viel gelacht.

Die Zeit verging, es wurde Nacht,
den Heimweg drum per Taxi gemacht.

Noch vieles mehr hätt' ich zu erzählen,
will aber Euch mit meinen Reimen nicht quälen.

Erwähnen will ich nur zum Schluß,
daß das Dîner ein Hochgenuss,

was jeden Abend wir genossen
und mit viel Wein haben begossen,

an langer Tafel wir gesessen
mit Gästen und Wirtsleut' zusammen gegessen

von ca. 8 bis Mitternacht
gefuttert bis die Schwarte kracht

danach ein Gang mit Katz' und Hund,
im Bett erzählt, gekichert und

schließlich unser'n Schlaf gefunden
bis zu den frühen Morgenstunden.

Zwei Wochen so voll Sonne und Glück,
wir denken gerne daran zurück.

--

 

 

24. I. 2006